Abtreibung - Schwangerschaftsabbruch: Für das Recht auf einen freien Entscheid

Berichte von Frauen

Dieser Alptraum nimmt mir die Luft zum atmen

Sandra, 28-jährig
Einen Monat später:

... Die Tage bis zum Abbruch waren die Hölle für mich, ich konnte nicht mehr klar denken und fieberte einfach nur dem Tag entgegen, wo ich aus dem Krankenhaus komme und endlich dieser Alptraum vorbei war.
Dann kam endlich dieser besagte Montag, ich sollte zeitig in der Früh dort sein, mein Freund wollte noch bei mir bleiben, aber ich wollte diesen Weg alleine gehen. Ich wurde von einer sehr freundlichen Krankenschwester aufgenommen und in mein Zimmer begleitet, dann passierte zwei Stunden lang gar nichts. Ich weiss nicht warum, vielleicht entschliesst sich die eine oder andere doch für das Kind.
Für mich waren es keine Stunden, es hat Jahre gedauert... nach vier endlosen Stunden war ich an der Reihe und als ich nach der Vollnarkose erwachte, wusste ich nicht genau, sollte ich mich jetzt freuen oder sollte ich weinen, es ist dieses komische Gefühl, beides zu wollen, aber es geht nicht. Jedenfalls hat mich mein Freund am Abend nach Hause gebracht und langsam kam dann die Erleichterung, es ist alles vorbei.
Eine Woche darauf sind wir in den Urlaub gefahren und ich konnte richtig abschalten, alles nochmals überdenken und in mich hineinhören, wie es mir geht.
Ich kann für mich sagen, ich habe die richtige Entscheidung getroffen und es geht mir wieder gut, ich kann wieder lachen, mich über die schönen Dinge des Alltags freuen und mein Leben wieder so weiterleben, wie bisher. Nur eines hat sich geändert, ich wollte nie Kinder haben, mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher, es ist möglich, dass ich vielleicht doch mal Mutter werde, ich will das nicht mehr ganz ausschließen.
Jedenfalls möchte ich mich nochmals herzlich bedanken, diese Webseite hat mir in der schweren Zeit sehr geholfen, die Berichte der anderen Frauen haben mir die Kraft gegeben, die ich brauchte, um das Ganze durchzustehen, und das Wissen, ich bin nicht alleine.
Ich habe zudem gelesen, dass eine Frau sich von ihrem " Kind " verabschiedet hat, ihm erklärte, warum sie es nicht will, ich fand das eine gute Idee und habe das selbe getan, es war dann o.k. für mich.

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